Coiffeurgeschichten
Es gibt Geschichten, und es gibt Geschichten. Eine Kategorie der Amazonen nennt sich "Coiffeurgeschichte".
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Lockenkopf, Kaktusblüte, die Römerin und der Eremit: Dies sind die vier besten Freundinnen unserer Kolumnistin Edith Truninger. In ihrer Serie "Amazonen" widmet sich sich dem Leben der vier Charaktere, ihren Macken und jenen Eigenschaften, die sie unverwechselbar machen. Egal, ob es dabei um Liebe, Arbeit oder Kinder kriegen geht, der Blick der Kolumnistin ist immer von zärtlicher Ironie geprägt.
Es gibt Geschichten, und es gibt Geschichten. Eine Kategorie der Amazonen nennt sich "Coiffeurgeschichte".
>>Bridget Jones, die liebenswürdig-tapsige Katastrophen-Frau, die so gerne Tagebuch schreibt, hat den Begriff salonfähig gemacht: Liebestöter.
>>Einen besonderen Kick erhalten die Amazonen, indem sie eine bevorstehende Hochzeit vortäuschen, obwohl Antrag und Bräutigam noch auf sich warten lassen. "Fake the Polterabend" nennt sich das. Erklärungsnot lässt dafür nicht lange auf sich warten.
>>Wenn der Abschied länger dauert als das eigentliche Gespräch, ist klar: Zwei Frauen telefonieren miteinander. Weshalb fehlen die richtigen Worte beim Abschied, wenn frau mit frau telefoniert? Und gibt es einen Geschlechter übergreifenden heissen Draht?
>>Ein einfacher Test gibt darüber Aufschluss, ob die Brüste bereits dem Gesetz der Schwerkraft gefolgt sind. Benötigt wird dafür nur ein Bleistift. Doch wie geht frau mit dem Ergebnis dieses Tests um?
>>Was gibt es Schöneres als eine frisch gebackene Wähe auf dem Tisch? Nicht viel, findet die Amazone und ermutigt auch die Männer, sich mal an einer Wähe zu versuchen.
>>Filme gucken und dabei nichts essen? Für Lockenkopf ganz unmöglich. Ein Glück, dass ihr Freund nun seit kurzem am Kino-Kiosk arbeitet und sie immer mit Nachschub versorgt.
>>Warum verschwinden, wenn man auch auffallen kann? Die Amazone findet, dass üppige Frauen stolz auf ihre Rundungen sein können.
>>Manchmal ist der Blick auf die beste Lösung einfach verstellt, weil wir uns angewohnt haben, dass alles kompliziert sein muss. Die Amazone sinniert über kreatives Denken.
>>Am liebsten geht die Kolumnistin ins Kellergeschoss der Winterthurer Stadtbibliothek und lässt sich von hohen Bücherwänden beruhigen. Das gefällt auch der Kaktusblüte, die mit Lesen sonst nicht viel anfangen kann.
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