Linguissimo 2009
 - 13.10.2009

"Das ist wahre Musik"

Tink.ch im Gespräch mit dem Tessiner Original Marco Zappa und seiner halbgriechischen Lebenspartnerin Renata Stayrakakis, die sich beide als Musiker am Liguissimo-Sprachentreff beteiligten.

Elia Blülle

Marco Zappa: "Eine solch sprachübergreifende Zusammenarbeit ist sehr selten." Foto: Elia Blülle
Marco Zappa: "Eine solch sprachübergreifende Zusammenarbeit ist sehr selten." Foto: Elia Blülle


Tink.ch: Wie habt ihr die Zusammenarbeit mit den jungen Teilnehmern erlebt?

Wir waren sehr positiv überrascht. Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit Jugendlichen zusammenarbeiten. Aber einen solchen Zusammenhalt, wo die Sprachgrenzen keine Rolle spielen, das ist äusserst selten.

Seid ihr hier in die Organisation involviert, oder war das alleine die Aufgabe des Organisationsteams?

Wir waren einfach für den musikalischen Teil verantwortlich und hatten einzelne Ideen.

Wie habt ihre euer Konzert gestern erlebt?

Sehr gut, wir haben gesehen, dass unsere Musik auch bei den Jungen ankommt. Gestern habt ihr drei verschiedene Arten von Musik gehört. Es kommt noch dazu, dass wir in allen vier Sprachen gesungen haben und so für jede Sprachregion etwas zur Verfügung stellten.
Wir sind vollkommen live aufgetreten und wir glauben, dass diese Lebendigkeit besser ankommt. Bei einer CD kann man die Musik nicht wirklich spüren, jedoch bei einem Auftritt die Atmosphäre und was noch dazugehört. Das ist von uns aus gesehen "wahre Musik".

Stimmt es, dass es immer weniger Kinder gibt, die aus Eigeninitiative ein Instrument lernen?
Also wir kennen einige junge Musiker, die Erfolge feiern, und als Studienfach wird Musik immer mehr gewählt. Es gibt inzwischen auch viele Angebote, um die Musik kennen zu lernen und zu praktizieren. Aber es ist sicher so, dass man heutzutage lieber Keyboard spielt, wo man augenblicklich ein fertiges Produkt hat, als halt stundenlang Violine oder Gitarre zu üben. Wir denken es liegt an den Eltern, die ihre Kinder in die richtige Richtung lenken sollten, damit diese erst einmal ein nichtelektronisches Instrument erlernen.

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